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Accountable Care in Deutschland (ACD) Aktive Vernetzung der Ärzte- und Psychotherapeutenschaft

Vernetzung Hamburg Nordrhein Schleswig-Holstein Westfalen-Lippe

Im Rahmen des Projektes Accountable Care in Deutschland (ACD) sollen auf Basis von vertragsärztlichen Abrechnungsdaten in Hamburg, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen Ärztinnen und Ärzte sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten identifiziert werden, die gemeinsam eine relevante Anzahl von Patientinnen und Patienten behandeln und somit auch gemeinsam für diese „verantwortlich“ (accountable) sind. Die Ärzte und Psychotherapeuten bilden sogenannte informelle Netzwerke.

Accountable Care in Deutschland (ACD)

Ziel
Das im Rahmen des Innovationsfonds geförderte Projekt hat das Ziel zu untersuchen, ob durch eine aktive Vernetzung dieser Akteure in moderierten Netzwerktreffen und durch strukturiertes Feedback zu ihrer Zusammenarbeit sowie die Entwicklung von lokal spezifischen Behandlungspfaden zu ausgewählten Krankheitsbildern die Patientenversorgung optimiert werden kann. Das ACD-Projekt möchte nicht nur die interdisziplinäre Netzwerkzusammenarbeit im Allgemeinen fördern, sondern auch ganz spezifisch die unterschiedlichen Herausforderungen und Potentiale eines jeden Netzwerkes adressieren.

Netzwerktreffen und Netzwerkinformation
Die Ärztinnen und Ärzte der sogenannten informellen Netzwerke werden im Rahmen des Projektes zu insgesamt vier moderierten Netzwerktreffen eingeladen, um sich über die Versorgung in ihrem Netzwerk auszutauschen und spezifische Behandlungspfade mit lokaler Relevanz für die Versorgung ihrer Patientenschaft zu entwickeln. Als Unterstützung für die interdisziplinäre Zusammenarbeit erhalten die Netzwerke regelmäßig (insgesamt sechs Stück, quartalsweise) netzwerkspezifische Informationen zu verschiedenen Indikatoren (ambulant sensitive Krankheiten). Die ärztlichen Moderatoren erhalten vom ACD-Studienteam entsprechende Schulungen und Unterlagen.

Projektabschluss und Weiterführung
Die vierten und letzten Netzwerktreffen finden bis August 2020 statt. Im Anschluss wird das Projekt evaluiert und der Projektbericht dem Gemeinsamen Bundesausschuss überreicht. Einige Netzwerke haben bereits angekündigt, sich auch über das Projekt hinaus, selbstständig organisiert, treffen zu wollen. Die Kassenärztlichen Vereinigungen betreuen die Projektteilnehmenden auch nach Abschluss der Projektes und zeigen Möglichkeiten einer informellen Kooperation auf.

Kooperationspartner
Ludwig-Maximilians-Universität München (Konsortialführerin), AOK NordWest, AOK Rheinland/Hamburg, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Kassenärztliche Vereinigung Hamburg, Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein, Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein, Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe, Medizinische Hochschule Hannover, Techniker Krankenkassen, Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung.

Weitere Informationen unter www.acd-projekt.de

Das Projekt im Überblick

  • Informelle / virtuelle Netzwerke durch bessere ambulante Versorgung
  • Entwicklung von lokal spezifischen Behandlungspfaden zu ausgewählten Krankheitsbildern
  • Beteiligte Ärztinnen und Ärzte aus Hamburg, Schleswig-Holstein, Nordrhein und Westfalen-Lippe
  • Projektlaufzeit von Juli 2017 bis September 2020