DocOnLine Förderung der Vermittlung einer telemedizinischen ärztlichen Konsultation

Videosprechstunde nach Ersteinschätzung
Patientinnen und Patienten können, wenn sie ihren behandelnden Haus- oder Facharzt nicht erreichen, je nach Beschwerdebild, Dringlichkeit und vorhandenen Ressourcen bei akuten Beschwerden per Video mit Ärztinnen und Ärzten digital in Kontakt treten. Mit dem Onlineportal www.doconline-bayern.de wurde ein digitaler Weg bereitet, der die Akut- und Notfallversorgung in Bayern entlastet und die Patientinnen und Patienten noch vor Aufsuchen einer Bereitschaftspraxis, Notaufnahme oder einem Anruf bei der 116117 in die richtige Versorgungsebene leitet und eine telemedizinische Behandlung bietet. Das Onlineportal steht allen Patientinnen und Patienten in Bayern zur Verfügung und bietet zwei Möglichkeiten, eine Videosprechstunde in Anspruch zu nehmen:
- Patientinnen und Patienten starten direkt über www.doconline-bayern.de in die ambulante Versorgung.
- Patientinnen und Patienten kontaktieren die 116117 telefonisch.
Nach durchgeführter Ersteinschätzung über SmED wird bei entsprechender Indikation und Verfügbarkeit eine Videosprechstunde vorgeschlagen. Spätestens nach 60 Minuten übernehmen die bayernweit teilnehmenden Ärztinnen und Ärzte die Personen aus der Warteschlange in ihr persönliches Wartezimmer. Die Patientin bzw. der Patient erhält hierüber eine Benachrichtigung und kann nun das virtuelle Wartezimmer betreten. Die Ärztin bzw. der Arzt kommt hinzu und die Videosprechstunde beginnt. Ist nach der Videosprechstunde noch eine persönliche Vorstellung bei einer Ärztin oder einem Arzt notwendig, ist eine Weiterbehandlung über die etablierten analogen Strukturen wie z. B. Fahrdienst gewährleistet.
Technische Voraussetzungen
Zur Teilnahme benötigen Patientinnen und Patienten einen häuslichen PC, ein gängiges Smartphone oder Tablet mit Kamera und Mikrofon.
Projektziele
Mit DocOnLine kommt die KVB ihrem Sicherstellungsauftrag nach § 75 SGB V nach. Darüber hinaus unterstützt und entlastet das Projekt durch die ortsungebundene Videosprechstunde die bestehenden Strukturen der Akutversorgung gleich in vielerlei Hinsicht:
- Erprobung und Kennenlernen der Videosprechstunde
- Sinnvolles Ausschöpfen der Sprechstundenzeiten, indem die teilnehmenden Vertragsärztinnen und -ärzte die Patientinnen und Patienten aus DocOnLine entsprechend ihren freien Ressourcen in der Bereitschaftsdienstpraxis terminieren
- Niederschwelliges Angebot der vollständig digitalen Versorgung ohne vorherige telefonische Kontaktaufnahme zur 116117
- Entlastung der Bereitschaftspraxen und Notaufnahmen durch entsprechende Empfehlung der Versorgungsebene mittels strukturiertem medizinischen Ersteinschätzungsverfahren SmED und dem Angebot einer direkt in Anspruch zunehmenden Videosprechstunde
Weitere Informationen unter https://www.kvb.de/mitglieder/patientenversorgung/doconline und https://www.kvb.de/patienten/besondere-versorgungsmodelle#c3626
Das Projekt im Überblick
- Niederschwelliger digitaler Eintritt in die ambulante Versorgung
- Digitale Patientensteuerung durch Ersteinschätzungsverfahren
- Unkomplizierte technische Voraussetzungen für Ärzte- und Patientenschaft
- Sicherstellung der medizinischen Versorgung durch Videosprechstunden mit dem Schwerpunkt außerhalb der Praxisöffnungszeiten